G. Verdi - Liebe und Intrige

portrait guiseppe verdi 1813 hiGiuseppe Verdi war eine schillernde Figur in der Musikgeschichte, spannend nicht nur mit seinem reichen musikalischen Werk, sondern auch in manchen Details seiner Biographie und v.a. in der Art und Weise, wie es ihm gelungen ist Musikkultur zu "vermarkten".

Prof. H. Stuppner hat uns diesen großen Komponisten präsentiert:

Am 10. Oktober 1813 wurde Giuseppe Verdi geboren.

Am 10. Oktober 2013 – also genau 200 Jahre später – veranstaltete das Gymnasium „Walther von der Vogelweide" einen Vortrag mit Musik: Prof. Hubert Stuppner sprach über „Liebe und Intrige" in Verdis Werk und brachte dem Publikum auch das musikalische Genie Verdis an verschiedenen Klangbeispielen nahe.

Prof. Stuppner verglich Verdis Arbeit mit heutigen Fernsehkrimis – das Publikum im 19. Jahrhundert gierte nach Abwechslung; was gibt es Interessanteres als einen vertonten Krimi.

Die Figurenkonstellationen in Verdis Opern folgen vielfach einem bestimmten Typus: Dreiecksgeschichten, dominanter Vatertypus, Liebesverwicklungen, z. T. sehr geschickt ausgesucht – G. Verdi hat sich ja der großen europäischen Literatur (Schiller, Hugo, u.v.a) bedient und war äußerst erfolgreich.

Mit großem Witz gelang es Prof. Stuppner immer wieder Fäden von Verdis Werk bis in die heutige Zeit und in heutige Lebensverhältnisse zu ziehen.

Daneben versuchte der Referent immer wieder den großen musikalischen Erfolg G. Verdis zu analysieren. Er wurde am Mailänder Konservatorium ja nicht aufgenommen, weil er angeblich zu wenig talentiert war. Auf der anderen Seite steht der Komponist als Publikumsmagnet. H. Stuppner nannte Verdi den Schlagerstar des 19. Jahrhunderts. Geniale Einfachheit und ein kundiges Ausloten bestimmter musikalischer Effekte (die zuweilen fast ähnlich auch bei R. Schumann oder R. Wagner auftauchen) bestimmen Verdis große Erfolge.

Prof. Stuppner gestaltete einen wunderbaren Abend – mit einem Panoramabild zu G. Verdi, das noch lange nachwirken und nachhallen wird. (ma)

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