Praktikumsausbildung

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Sarah-Louisa Pavel studiert im 8. Semester die Fächer Kunstpädagogik und Englisch für das Lehramt an Gymnasien an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sie hat sich für ein fünfwöchiges Praktikum im Fach Kunst am Kunstgymnasium beworben.

Im Folgenden ihr Erfahrungsbericht:

Im März 2014 habe ich ein Praktikum in den dritten und vierten Klassen (diese entsprechen den 11. und 12. Klassen an bundesdeutschen Schulen) in den Werkstattfächern Malerei und Zeichnen bei Prof. Petra Lemayr absolviert. Die Zeit am Kunstgymnasium hat sehr viel Spaß gemacht und hat mir interessante Vergleichsmöglichkeiten zum Kunstunterricht an bundesdeutschen Gymnasien ermöglicht.

Es hat mich immens beeindruckt, dass die Schüler-innen in den praktischen Fächern Malerei/Zeichnen und Plastik jeweils 5 Stunden unterrichtet werden. Diese bietet den Schülern viel Zeit für eine wirklich intensive und konzentrierte Auseinandersetzung mit ihren künstlerischen Arbeiten. Zusätzlich zum praktischen Unterricht belegen die Schüler-innen auch die Fächer Kunstgeschichte und Denkmalpflege.

Das Fach Denkmalpflege gibt es in Deutschland nicht und eine Trennung von Theorie und Praxis ist an bundesdeutschen Gymnasien auch nicht die Regel. Dazu kommt, dass die Gesamtzahl an Stunden wesentlich geringer ist. In der 11. Klasse sind beispielsweise nur 2 Stunden im Fach Kunst „normal". Als Kunstlehrer hat man da oft kaum Zeit, große Projekte mit den Schülern zu realisieren, was ich sehr schade finde, denn gerade im Fach Kunst kann man ja wirklich etwas „erschaffen".

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Besonders positiv fand ich die künstlerischen Projekte, die Frau Lemayr ihren Schülern anbietet. Frau Lemayr ist eine außerordentlich engagierte Lehrerin und ich bin sehr dankbar, dass sie mir Einblicke in ihre Projektarbeit mit den dritten und vierten Klassen geboten hat. Dazu gehörte u. a. ein Videoprojekt mit dem bundesdeutschen Künstler Thomas Sterna.

Die vierten Klassen haben im Atelier von Paul Thuile an der Universität Bozen naturalistisches und experimentelles Aktzeichnen ausprobiert. Vom lebenden Modell zu zeichnen war für die Schüler eine tolle neue Erfahrung und es sind sehr schöne Arbeiten entstanden.

Die Schüler-innen erhalten am Kunstgymnasium eine sehr gute künstlerische Ausbildung und das zeigt sich auch in der Qualität ihrer Arbeiten. Das zeichnerische und malerische Können der Schüler-innen ist wirklich erstaunlich gut.

Mich hat der Kunstunterricht am Kunstgymnasium viel eher an meine Arbeit in unseren Künstlerklassen an der Goethe-Universität in Frankfurt a.M. erinnert. Der Unterricht an dieser Schule hat wirklich Kunstakademie-Charakter.

Wer auch nach der Schule einen künstlerischen Weg gehen möchte, für den ist das Kunstgymnasium eine ideale Vorbereitung. Allen Schülern wünsche ich, dass sie das in der Schule geweckte Interesse an der Kunst und am „Kunstmachen" nicht verlieren.

Sarah-Louisa Pavel

 

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