Po-po-po-Poetry Slam!!!!

Poetry Slam GruppenfotoWir haben es auch heuer wieder geschafft, etwas später als üblich – aber auch dieses Schuljahr ist nicht ohne Poetry Slam zu Ende gegangen.

Der „älteste“ Poetry Slam in Südtirol, nämlich der Slam am Gymnasium „Walther von der Vogelweide“ ging bereits in die 16. Runde, doch von Alter keine Spur. Die Slam war auch heuer wieder ein ganz besonderes Ereignis.

Dieses Mal führte Moderator Felix Maier, Vielen wahrscheinlich als erfolgreicher Slammer bei in- und ausländischen Wettbewerben bekannt, unnachahmlich durch den Abend. Sein Wortwitz und seine Bühnenpräsenz verdienen eine Extraerwähnung.

Die zahlreichen Teilnehmer*innen aus allen Fachrichtungen zeigten ein wirklich sehr, sehr hohes Niveau, was ihre Text betraf, aber auch ihre Sprachkünste und die Performance auf der Bühne.

Den Organisatoren des Slams, gleichzeitig auch den Coaches der jungen Slam-Poeten sei ein ganz besonderer Dank ausgesprochen: Prof. H. Tschurtschenthaler, Prof. I. Bortolotti und Prof. W. Burger ist es zu verdanken, dass der Slam auch in diesem Schuljahr stattfinden konnte, dass der Slam auch in Nochcovidzeiten möglich gemacht wurde – im hinteren Schulhof, auch eine ganz neue und wichtige Erfahrung; die Wettergötter standen auf unserer Seite, die wunderbare Atmosphäre war kaum zu toppen.

Über den Einzelrap oder ein Zweierteam, über mit ausladenden Gesten vorgetragene Weltbetrachtungen oder über kleine „Sketches“, die in ausdrucksvollem Stimmspiel, meistens mehrsprachig, vorgetragen wurden, ließen sich die Zuhörer*innen gerne entführen – in originelle Gedankenwelten, die Empathie und Engagement bewiesen.

Die Teilnehmer*innen reflektierten über den Wert der Stille, präsentierten durchaus selbstkritisch ihre Zukunftsträume, sprachen von Coronazeiten und den Unbilden sowie Schwierigkeiten des heurigen Schuljahres, präsentierten die Peinlichkeiten des Lebens allgemein und im Besonderen, ahmten unterhaltsame Szenen aus dem Fernunterricht nach, dachten über die Schwierigkeiten, sich selbst zu akzeptieren, nach, echauffierten sich über missglückte Annäherungsversuche, redeten von der großen Liebe, die ihre Faszination verloren hat, erzählten von einem kleinen Park, in dem eine große Tragödie passiert, dachten über Drogen und Verlorene nach, präsentierten Frauengeschichte aus weiblicher Sicht, mussten selbst über allgemeine und persönlich adressierte, umso schwerer wiegende Worte schmunzeln und ließen auch nicht aktuelle politische Probleme außen vor: Krieg und Armut waren mehrmals Textthemen – das Ganze war erheiternd und nachdenklich machend, erschütternd und befreiend – ein wahrlich gelungener Abend.

Mit extrem knappem Ausgang gelang es Lena Simonetti sich den Sieg zu sichern, knapp gefolgt von Hannah M. Earner; beide jungen Damen beindruckten in beiden Runden mit faszinierenden Texten und einer wirklich atemberaubenden Vorstellung – aber auch alle anderen Teilnehmer verdienen sich ein großes Kompliment für den Mut, diesen Auftritt vor Publikum überhaupt gewagt zu haben, aber auch für die Vielfalt, die Originalität und die Gedankentiefe der präsentierten Texte.

ma

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